Verkauf einer GmbH

Von | Juni 14, 2019

Der Verkauf einer GmbH mit Schulden gestaltet sich leichter als erhofft

Mit dem Verkauf einer verschuldeten GmbH sich aller finanziellen Probleme auf einmal zu entledigen, gehört speziell kurz vor der Insolvenz zu einem Wunschtraum von vielen Geschäftsführern. Diese kann mit dem richtigen Käufer schneller in Erfüllung gehen als gedacht. Anstatt bei der Konkurrenz anzufragen, ob ein Kaufinteresse besteht, ist es einfacher sich direkt an Personen zu wenden, welche gezielt nach GmbHs in Zahlungsschwierigkeiten Ausschau halten. Diese Unternehmer haben entweder Erfahrung in der Abwicklung von Unternehmen oder haben vor Investitionen zu tätigen, um der GmbH nach dem Kauf auch finanziell wieder auf die Beine zu helfen. Haben sich beide Seite gegenseitig beschnuppert, sind die Verhandlungen zu den Vertragsdetails oftmals nur noch eine reine Formalität, um den Verkauf mit dem gemeinsamen Notartermin zeitnah abzuschließen.

Die Käufer werden nicht nur auf dem Papier zu den neuen Besitzern

Wichtig zu wissen bei diesen Verkäufen ist, dass seriöse Käufer eigene Pläne verfolgen und der Verkauf somit einen endgültigen Charakter besitzt. Ist die GmbH durch die getätigten Investitionen gerettet worden, besteht somit kein Anrecht auf eine Rückgabe. Gleiches gilt für die Hoffnung auch nach dem Verkauf weiterhin als Geschäftsführer oder als Angestellter im Unternehmen tätig zu sein. Die Käufer übernehmen diese Aufgabe entweder selbst oder geben diese Aufgabenbereiche an die eigenen Mitarbeiter ab. Jedem Verkäufer sollte daher bereits im Vorfeld des Verkaufs klar sein, dass diese Unterschrift wirklich mit einem Abschied verbunden ist.

Mit dem Verkauf ist der Weg frei für eine unbelastete Zukunft

Natürlich stellt sich an diesem Punkt die Frage, welche Vorteile für den Verkäufer mit diesem Geschäft verbunden sind. Um diese Frage zu beantworten ist es zunächst einmal wichtig sich zu fragen, warum der Verkauf ursprünglich angestrebt wurde. Für einen Großteil aller Verkäufer lautet die Antwort darauf der Schutz vor der Insolvenz. Ein besonders großes Risiko stellt hierbei die Insolvenzverschleppung dar. Dies ist nicht nur mit Bußgeldern und Haftstrafen verbunden, sondern macht auch den Weg frei, damit die Geschäftsführer persönlich für bestimmte Beträge haftbar gemacht werden können. Für alle Summen, welche nach dem Ablauf der 21 Tage Frist zur legalen Beantragung der Insolvenz eingereicht wurden, haftet der Geschäftsführer aufgrund der begangenen Fehlentscheidungen mit dem eigenen Vermögen. Ob dieses ausreichend für die Begleichung ist, spielt hierbei keine Rolle, da sobald ein gerichtlicher Titel vorhanden ist die Beträge auch nach vielen Jahren noch eingefordert werden können. Unterm Strich ist der Gewinn des Geschäftsführers daher mindestens ebenso, wenn nicht sogar höher einzuschätzen als die Vorteile für den Käufer. Weitere Informationen zu GmbH Probleme in Berlin finden Sie auf zahlreichen Webseiten.